Hallo Leute,

am 24.07 war es endlich so weit.
Die lang ersehnte Angeltour mit meinem Onkel Albert, Wallermika, "catwood" Tom und meinem Vater begann um 3 Uhr nachts mit dem Umladen von Tom`s Takle in unser Auto, da bei uns noch ein wenig Platz übrig war.
Zu guter letzt kamen noch ein paar Waller-Pralinen an Board und ab ging`s an die Saone.

An der Saone angekommen haben wir uns erst einmal mehrere Stellen angeschaut, die Albert schon von vorherigen Touren gut kannte. Entschlossen uns aber dann doch für eine noch unbekannte Stelle.
Gesagt, getan. Schnell war alles aufgebaut, das Gewässer mit dem Echolot gründlich begutachtet und unsere Montagen am Platz. Alle waren gespannt auf die erste Nacht.



Umzug

Leider blieb die erste Nacht und die darauf folgenden Stunden ruhig und unsere Pralinen verschmäht. Sogar an der Feederrute wollte es nicht so recht laufen.
Und so hat Albert nicht lange gefackelt und das Takle landete wieder im Auto und wurde ein paar Kilometer weiter erneut aufgebaut.

Am neuen Platz angekommen wurde erneut erst mal alles genau von Albert mit dem Echolot inspiziert. Und weil auf der anderen Seite der Fahrrinne, am gegenüberliegenden Ufer, ebenfalls gute Hot Spots waren, und wir so effektiv wie nur möglich fischen wollten, wurden auch dort Montagen gesetzt.
(Für Albert kein Problem, der hat 500 Meter drauf)
Diesmal keine Pralinen, sondern große Brassen für große Räuber.

Als kurz nach dem Setzen der Montagen auch schon bei Tom der erste Biss kam und er einen schönen Waller von 160cm landen konnte waren wir alle guter Dinge.
Die Waller konnten kommen und sie kamen auch.

Bolle Alarm

Aufwachen…….Heiko………wach auf!
Scheiße….ich hab einen Biss verpennt. (40 Stunden ohne Schlaf waren zu viel und ich ärger mich heute noch drüber)
Im Halbschlaf bin ich sofort von der Liege geflogen und zu Albert gerannt und war erstaunt, wie schnell die Schnur von meiner fast geschlossenen Rolle flog.
Sofort entschied Albert ins Boot zu steigen und dem Fisch, der in ca. 200 Meter Entfernung biss, entgegen zu kommen.
Da der Fisch mittlerweile drehte und jetzt genau auf uns zu kam, war er auch schnell direkt unterm Boot und ich versuchte den Fisch so schnell wie möglich nach oben zu pumpen. Allmählich konnte ich den Fisch nach oben bringen, als plötzlich ein Ruck durch die Angel ging und mein Gegner in einem Kraftakt und einer Wahnsinns Kraft erneut versuchte Schnur von der hart eingestellten Rolle zu nehmen.
Ich konnte nicht mehr stehen und musste mich ins Boot knien und hielt mit aller Kraft dagegen. Vergeblich. Ich hatte die Bremse zu hart eingestellt und als mein Gegenüber es anscheinend mühelos schaffte die Xzoga Taka Rute auf den Bootsrand zu drücken kam zum Glück Albert und half mir die Rute wieder nach oben zu bekommen, damit ich die Bremse leichter Stellen konnte.
Meter für Meter setzte sich der Kampf um die Schnur fort, was mühsam erkämpft wurde ging kurze Zeit später, bei der nächsten Flucht, wieder verloren.
Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergangen war, als von dem Ungetüm das erste mal die gewaltige Schwanzflosse aus dem Wasser kam und uns mit einem erschreckend lauten klatschen auf der Wasseroberfläche begrüßte.
Adrenalin schoss in Strömen durch mich durch und als Albert seinen gewaltigen Kopf zu Packen bekam, war ich einfach nur perplex.
Dann lag der Wels im Boot und ich konnte es kaum glauben.
Was für ein großes, fettes Wasserschwein wir eben gefangen hatten.



Als wir ihn morgens vermessen und wiegen, Saone Monster 2,46m 99,2 Kg

Für mich mein Traumfisch! 



Vielen Dank auch an Albert, ohne Dich wäre dieser Fang nicht gelungen.


Grüße an alle


Heiko